| 15.02.2007 | Südkurier | Malteser Rucksackfasnet | Neuigkeiten aus der Gaggerer-Ratsstube Aus vollem Hals sangen die Gäste bei der Rucksackfasnet der Walder Gaggerer mit. Sie war auch in ihrer 17. Auflage wieder ein voller Erfolg. Zwei Tage vor dem Schmotzigen Dunschdig ist in Wald "Gaggerer-Dienschdig" - Rucksackfasnet. Die Gaggerer feierten sie in diesem Jahr zum 17. Mal. Im närrisch dekorierten Feuerwehrheim begrüßten Andrea Bogner-Unden und "Obergaggerer" Clemens Veeser die Narrenschar und freuten sich über ein volles Haus. "Wir haben richtig was zu bieten", versprach Veeser. Und so war's.  Christel Erath erinnerte sich noch gut an den Nachtumzug 2006 von Hippetsweiler, als alle Gaggerer ihre Kittel verkehrt herum anhatten. Goldesel Klaus Erath stellte bekümmert fest, dass Geldautomaten "selbst einen Goldesel in den Schatten stellen" und Gelegenheitsarbeiter Clemens wusste es genau: "Arbeit adelt, aber blaues Blut kann man auch am Stammtisch bekommen!" Allenfalls als Bademeister kann er sich eine berufliche Laufbahn vorstellen, damit "ich einmal auf ein chlorreiches Leben zurück blicken kann". Gärtner Fidelis rächte sich auf seinem Weise an einem unliebsamen Besucher, der seine Notdurft an seinem Lattenzaun verrichtete. Zum Einsatz kamen dabei eine Schaufel und ein Ei. Auf den Spuren der Geschwister Hofmann bewegte sich Steffi Lernhardt, die mit glockenheller Stimme verkündete: "Schwobamädle send o.k.". Begeisterter Applaus war ihr gewiss, auch für ihren zweiten Beitrag "Simsalabim". Das Paar Helga Merk und Florian Forst ängstigte sich vor einem angekündigten Weltuntergang. Dass "Sie" noch schnell gestand, als Bauersfrau öfter mal die Stadtleute "beschissen" zu haben, nutzte gar nichts. Am Morgen hatte sie den Weltuntergang glatt verschlafen. Die Gaggerer-Ratsstube ersetzte in diesem Jahr das Weiherbänkle. Vier Ratsherren - Herta Lernhardt, Fidelia Restle, Christl Erath und Lydia Fox - brachten den Bürgern von Wald allerhand zu Ohren. Zum Beispiel, dass eine "Barbierin" in der St.-Bernhard-Straße eröffnet habe und sogar auf Glatzköpfe Schillerlocken mache. Oder dass die "Wago-ma-la" (Waldgoischter, Malteser und Landjugend) lehrreiche Erfahrungen beim Zugfahren machen mussten. Ute Hotz-Straub glänzte bei ihrem ersten Auftritt auf der Gaggerer-Bühne mit einem Sketch, in dem sie ihre Erfahrungen beim Arztbesuch schilderte. Danach war sie schlauer und wusste, dass Stuhl nicht gleich Stuhl ist. Bei der Wahl zur Obernärrin von Wald machte Uli Will von den Auenbachteufel Sentenhart nach mehreren Tests das Rennen. Clemens Veeser, der dabei mehrmals im Mittelpunkt stand, meinte anschließend: "S'war luschtig, s'war richtig nett." Die Gaggerer-Schar wächst langsam, aber beständig. Jedes Jahr wird ein neues Mitglied aufgenommen. In diesem Jahr war es Fidelis Krall, der sich unter die Hennen und Giggeler mischen durfte. |
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