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Rucksackfasnet 2008

31.01.2008 | Südkurier | Malteser Rucksackfasnet

Noch kein Text für die neue Walder Hymne
von Sandra Häusler 

Dicht gedrängt saßen die vielen Narren bei der Rucksackfasnet der Walder Gaggerer im Feuerwehrhaus. Bevor man in den Saal eingelassen wird, werden am Eingang die Rucksäcke voll mit Speisen und Getränken für den Abend gewogen. Bereits zehn Minuten nach Beginn startete der Musikverein Wald die erste Schunkelrunde.

Seit zwei Jahren wird bei der Rucksackfasnet der Walder Obernarr gekürt. Anwärter sind die Vorsitzenden oder dafür abgestellte Mitglieder der Narrenvereine. Den kreativen Aufgaben, die sich Gaggerer Gerhard Lohr ausgedacht hatte, stellten sich Stefan Vollmer von den Waldgoischtern, Heinz Schwichtenberg von den Ruhestetter Riedrätschern, Jürgen Mathei, Chef der Auenbachteufel Sentenhart, Cornelia Fecht für die Walbertsweiler Brückeler und Mathias Jung für die Hippetsweiler Rälleköpfe.

Mr. Rucksackfasnet 2008

Die erste Aufgabe bestand in einem Gedichtvortrag zum Thema "Kurze Fasnet - so ein Stress!" Fingerspitzengefühl war beim Befördern eines Luftballons mit einem Stab in einen Eimer gefragt. Langer Atem war beim Tröte blasen von Vorteil und ein guter Zug beim Trinken eines Cola-Mix-Getränkes durch einen Schlauch. Ehrgeizig kämpften die Teilnehmer um jeden Sieg. Letztendlich setzte sich Heinz Schwichtenberg durch und ließ sich als neuer Obernarr feiern. Durch das närrische Programm führte Clemens Veeser in seiner gewohnten Art. Die Ansagen waren gewürzt mit Witzen jeglicher Art. Herta Lernhart verplapperte als Malteser Ritter Waldemar so manches örtliche Missgeschick.

"Kinder, noi, des war a Silvester", erzählte Helga Merk von einer ausgesprochen heftigen Silvestergesellschaft. Was man bei der Fahrt mit der Hohenzollerischen Landesbahn erleben kann, trug Ute Hotz- Straub als Schaffner vor. Ein Zwiegespräch zwischen Bürgermeistergattin Evelyn Müller und dem Komponisten der Walder 800-Jahre-Hymne, Jürgen Schatz, stellten Fidelis und Katrin Krall nach. Unter Zeitdruck startete der Komponist einige mehr oder weniger sinnige Textversuche und wurde immer wieder von der Bürgermeistergattin kritisiert. Alle Versuche, die Walder Geschichte einzubauen, scheitern. "Bleibt nemme viel übrig ohne Weiher, Kloster und Brauerei", resigniert er und lässt die Zuhörer zurück, gespannt auf die Uraufführung der Hymne in zwei Wochen. Frank Krall und Tobias Homberger plagten Vatersorgen.

Die drei älteren Damen Fidelia Restle, Lydia Fox und Christl Erath lamentierten über die Gebrechen. Trotz angeschlagener Stimme sang sich Steffi Lernhart mit "Ein Stern" und "Verlieben, verlor´n" in die Herzen. Wie man als Nikolaus einen Vollzeitjob bekommen kann, führten Fidelis und Rainer Krall vor. Die Schellenschüttler schwärmten mit ihren Glocken von roten Lippen.
 Das Gesamtgewicht der mitgebrachten Rucksäcke lag bei 542 Kilogramm. Egon Jäger aus Hippetsweiler lag mit seiner Schätzung am nächsten und kann die närrische Zeit mit einem prall gefüllten Rucksack, gestiftet von Eugen Schäfer, gut überstehen.

Bildergalerie im Internet:
www.suedkurier.de/fastnacht