Woman Sock

Rucksackfasnet 2009 | Südkurier

19.02.2009 | Südkurier | Rucksackfasnet 2009

Witz, Speisen und Getränke im Gepäck

Beste Stimmung herrschte wieder bei der Rucksackfasnet der Walder Malteser. 552 Kilo Essen und Getränke hatten die Narren in ihren Rucksäcken mitgebracht.

 

 
Wald (sah) Das Feuerwehrhaus in Wald war am Gagger-Dienstag in ein Gaggererhaus umgewandelt worden. Wie in jedem Jahr war es vollbesetzt. Mit lauten Narrenrufen wurden die Zünfte aus der Umgebung bei der 19. Malteser Rucksackfasnet durch den Gaggererpräsident Clemens Veeser begrüßt. Veeser, bekannt für seine Witze, präsentierte sich wieder in Bestform. Von Anfang an war die Stimmung so ausgelassen, dass selbst die Scheiben beschlugen. Dafür sorgte auch der Musikverein Wald, der an diesem Abend unter der Leitung von Karl-Josef Hübschle musikalisch unterhielt.„Gnuag g'schwätzt, fange mer a“, leitete Clemens Veeser zum Fasnetslied 2009 über. Gemeinsam mit Steffi Lernhart hob das Publikum beim Fliegerlied ab. Unvermutete kriminelle Energien schlummerte in Nicole Krall, die mit Fidelis und Reiner Krall in einem Sketch eine Polizeikontrolle nachspielten. Arg in Bedrängnis kam der junge Polizist. Bei näherer Kontrolle entkam die junge Fahrerin dem verdienten Strafzettel durch den Einsatz aller verfügbaren weiblichen List.Als die Mama ein paar Tage außer Haus war, wurde Frank Krall zum Selbstversorger. Seine allzu wörtlich genommenen Kochrezepte brachten nicht den gewünschten Erfolg, aber die Erfahrung, dass man mit viel trockenen Haferflocken eine solche Woche überleben kann.Herr Küppers (Tobias Homberger) aus dem kleinen Dorf Pfullendorf stellte sich als Freiwilliger für ein Quiz zur Verfügung. Quizmaster Reiner Krall musste dem Begriffsstutzigen außerordentlich auf die Sprünge helfen. „Brofessr Schoverruckt“, alias Ute Hotz-Straub, gab als Chefarzt eines Irrenhauses die tollsten Geschichten aus ihrem Beruf zum Besten. Sangeslustig waren die fünf Walder Anton Hübschle, Egon Ostermaier, Klaus Braun, Fidelis Krall und Wolf-Dieter Kolb. In textlicher Abwandlung des Walder Jubiläumsliedes griffen sie Begebenheiten aus dem Ortsgeschehen auf. Sie besangen den Walder Weiher, der manchmal Wasser hat, den Bürgerball, der in diesem Jahr nicht stattfindet, und den vielfachen Mord an den Holzwürmern in der Walder Kirche. Die Sänger vermissten außerdem den Kebap-Laden, der eigentlich in Wald schon längst eröffnet haben sollte, und riefen gar nach einem „Kebap-Stand auf dem Land“.Für großes Gelächter sorgte ein Gedicht von Clemens Veeser. Er ging darin der Frage nach, wie es vor 800 Jahren um Wald bestellt war, und verlegte die jetzigen örtlichen Handwerker geradewegs in die damalige Zeit.Die ganze Gaggererschar freute sich über einen neuen Hahn, beziehungsweise eine Henne. Frank Krall wurde als Technikgiggeler und Ute Hotz-Straub als betreuende, spritzige Henne aufgenommen. Mit einer Urkunde, Ei und Eierlikör wurden sie in die Gaggerschar aufgenommen und mit einem dreifachen „Kikeriki-ki“ begrüßt.Das Rätsel beim Rucksackschätzen löste Michael Fox auf. In diesem Jahr lag das Gewicht bei 552 Kilogramm, das die närrischen Gäste an Essen und Getränken zur Rucksackfasnet mitgebracht hatten. Martina Walter von den Pfullendorfer Hänsele lag mit ihrer Schätzung am nächsten. Sie erhielt als Gewinn einen prall gefüllten Rucksack, der allerdings nur optisch wegen der Rezession in diesem Jahr etwas kleiner ausfiel. Mit einem echten Hennenring bedankte sich Gaggererpräsident Veeser bei allen Mitwirkenden.  Bildergalerie im Internet:www.suedkurier.de/fastnachtsbilder